Modding?

Was ist Modding?

Modding bedeutet in erster Linie, dass der Urzustand eines beliebigen Gegenstandes (in diesem Fall eines Computergehäuses) von seinem ursprünglichen Aussehen her individuell verändert oder umgebaut wird.

Wer moddet?

Modding kann jeder der Lust und Spaß daran hat betreiben wobei in den letzten Jahren die Umbauten immer professioneller wurden. Teilnehmer von Wettbewerben können mit einem einfachen Windowkit (Plexiglasfenster) schon nicht mehr beeindrucken.

Die Szene

Die Case-Modding Szene ist sehr jung und in den letzten Jahren stark  gewachsen.

Ursprünglich waren es wenige die ihren Computer individuell gestallten wollten.

Der Grundgedanke war etwas Neues und Einzigartiges zu schaffen.

So wie die Szene jetzt ist, gibt es sie etwa seid 2001.

Die erste DCMM (Deutsche Casemod Meisterschaft) gab es 2002 in Celle, sie hat somit auch den Grundstein für die Deutsche Modding-Szene gelegt.

Mit wachsender Popularität fing immer mehr Hobbybastler an, an ihren heimischen Computern Veränderungen durchzuführen.

Das umbauen bezieht sich in erster Linie auf Hardware wie etwa Gehäuse, Laufwerke, Netzteile und Festplatten. Mittlerweile gibt es große Online-Galerien und Foren rund ums Modding. Und auch Veranstaltungen wie die DCMM werden immer größer und haben eine stetig wachsende Fangemeinde.

Eines der berühmtesten Computer Gehäusen ist der Motorblock (Abbildung 1) der Gewinner der DCMM 2002 in Celle.

Abbildung: Motorblock Mod

Was ist Over-Clocking?

Es gibt Untergruppen die sich auf das Tuning, dass so genante Over-Clocking, von Hardware Komponenten spezialisiert haben. Ihnen geht es darum das Maximum an Geschwindigkeit und Leistungskapazität des Computers auszureizen. Zum Beispiel wird im Bios die Taktfrequenz der CPU (Prozessor) höher eingestellt als von Hersteller angeben. Dadurch erzeugt diese mehr wärme die durch besser Kühlung abgeleitet werden muss. Oft werden Computerkomponenten bis zur Zerstörung überlastet.

Was ist Silencing?

Das so genannte Silencing beschäftigt sich nicht mit der optische Verbesserung des Rechners sondern mit Veränderungen am Gehäuse und den Komponenten, mit dem Ziel eine möglichst leise Geräuschkulisse zu bekommen. Die WAKU (Wasserkühlung) und Passivkühlkörper spielen hierbei eine zentrale Rolle.

Was sind Kaufmods?

Der Begriff Kaufmod (Fertigmod) ist eine leicht abwertende Bezeichnung für industriell hergestelltes Modding-Zubehör.

Kaufmods sind optisch ansprechende Gehäuse die aber industriell hergestellt wurden. Das so genannte Kaufmodding ist kein Modding im eigentlichen Sinne. da vom Besitzer keinerlei eigene Modifikationen vorgenommen werden. Zudem sind sie in der Regel keine Unikate, was somit dem Grundgedanken des Moddings, dem Schaffen eines persönlichen Einzelstücks, nicht mehr entspricht.

Das ist auch der Grund dafür das diese in der Modding-Szene  verpönt sind.

Es gibt jedoch keine klar definierte Grenze zwischen Kaufmodding und Casemodding, vor allem was bestimmte Komponenten angeht (z.B. beleuchtete transparente Plexiglaslüfter), das legt jeder Casemodder individuell aus. Mit der Zeit können sich einstige Kaufmods auch als Standards für Casemodder etablieren. So sind heutzutage die meisten Gehäusehersteller sehr designbewusst und liefern das Ausgangsmaterial für viele Casemodder, wo hingegen ein derartiges Gehäuse noch vor einigen Jahren als Kaufmod verpönt wäre. Ebenso galten die ersten PC-Wasserkühlungen als Kaufmods, heutzutage baut kaum ein Casemodder mehr eine Wasserkühlung selbst. Kaufmods, die letztlich aus den Ideen der Casemodder entstehen, bewirken also auch einen Wandel des Casemoddings, da ein Casemodder immer nach etwas neuem bestrebt ist.

Was ist der unterschied zwischen Case-Mod und Case-Con?

Die Case-Mods (von: Case Modification) sind umgebaute modifizierte Industriell hergestellte Seriengehäuse die Individuell gestaltet werden zum Beispiel mit Kaltlichtkathoden, LEDs, Bunten Kabeln, Windowkits (Plexiglasfenster), Lüftersteuerungen, Leuchtenden Lüftern und sonst allem was gefällt.

Die Case-Cons (von: Case Construction) sind neue, komplett selbst entworfene und gebaute Gehäuse. Von Bierkiste bis zum Monster ist alles erlaubt.

Im englischsprachigen Raum wird das Wort „Custom Computer Case“ verwendet.

Die CE-Mods (von: Consumer Elektronik) ist eine neue Katigorie die 2008 auf der DCMM zum ersten mal eingeführt wurde. Dort werden Haushaltsgeräte und andere Konsum Geräte für sich allein umgebaut oder neu gebaut.

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